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  • Die Orchideenmilben sind keine Insekten, sondern gehören zu den Spinnentieren und (Brevipalpus sp.) werden auch "falsche" oder "unechte" Spinnmilben genannt. Die gehören zur Familie der Tenuipalpidae. Sie sind 0,25-0,3mm lang, meist rötlich gefärbt. Es gibt auch grünlich-gelbliche Tiere. Die Tiere sitzen fast unbeweglich an ihren Fraßstellen. Da sie sich nur sehr langsam ausbreiten, ist der Schaden, wenn man sie erkannt, schon ziemlich hoch.

    Der Entwicklungszylus ist stark abhängig von der Art, der Temperatur und der Luftfeuchte, und kann 1-3 Monate betragen. Die Rote Gewächshausspinnmilbe (Brevipalpus obovatus) kann sich bei Temperaturen über 21°C am schnellsten vermehren.

    Die Tiere leben auf allen Pflanzenteilen und sind nicht auf eine bestimmte Gattung spezialisiert. Bevorzugt werden aber die Blattunterseiten, und der stärkste Befall tritt meist entlang den Blattadern auf. Obwohl die Tiere ziemlich unbeweglich sind, gehören sie durch ihre saugende und spuckende Ernährungsweise zu wichtigen Virusüberträgern.

  • Die Schäden sind meist erst bei starkem Befall sichtbar, die älteren Blätter werden stumpfgrün, und an der Unterseite sind meist eingesunkene Flecken sichtbar. Auf der Blattoberseite sind die Schädigungen silbrig. Im fortgeschrittenen Zustand verfärben sich die Blätter gelborange. Die Schadstellen vernarben.

    Häufig sieht es so aus, als ob die Blätter vom Rand her vertrocknen. Im Unterschied zur "Roten Spinne" sind aber keine Gespinste oder Spinnfäden zu erkennen. Am häufigsten findet sich die Orchideenmilbe bei Phalaenopsis, Paphiopedilum, Masdevallia und Odontoglossum (incl. verwandte Gattungen).

  • Die Tiere könnnen fast nur chemisch bekämpft werden. Ölhaltige Spritzmittel verkleben zwar kurzfristig die Tiere, aber sie überstehen dies meist, und setzen nach kurzer Zeit Ihre Aktivität fort.

    Zur Vorbeugung hilft das Behandeln mit einigen Pflanzenstärkungsmitteln

    Chemisch sollten hier wie bei der "Roten Spinne" Akarizide mit wechselnden Wirkstoffgruppen eingesetzt werden, um die Bildung von Resistenzen zu vermeiden.

    Folgende Mittel zur Bekämpfung haben wir im Angebot (Stand Dezember 2015):

    Vorbeugend:
    Biplantol XL

    Bei Befall:
    Dr. Stähler Milben-Ex KIRON
    Dr. Stähler Milbenfrei Kanemite SC

    Links öffnen sich im neuen Fenster

  • Bild 1:  Orchideenmilbe auf Brassada Blättern

    Bild 2: Orchideenmilbe in starker Population auf Paphiopedilum Blättern

    Bild 3: Orchideenmilbe auf Blattoberseite bei Phalaenopsis

    Bild 4: Orchideenmilbe auf Blattunterseite bei Phalaenopsis

    Bild 5: Orchideenmilbe an der Basis von Phalaenopsis

    Bild 6: Brevipalpus phoenicis
    "Flat mite, Brevipalpus phoenicis". Licensed under Public Domain via Commons.

    Bild 7: Orchideenmilbe auf Blattoberseite bei Phalaenopsis

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