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Guido Frederico João PABST

Geboren: 9. September 1914 in Porto Alegre
Gestorben 27. April 1980 in Rio de Janeiro
Kürzel:
Pabst
Nationalität:
Beruf: Geschäftsführer bei der Fluglinie VARIG, Botaniker
Pflanzen: Pabstia jugosa, Pabstia virides
Werke: mit Fritz Dungs und Margaret Mee (Illustrationen): Orchidaceae Brasilienses. Ein zusammenfassendes Werk über brasilianische Orchideen. Portug./Dt./Engl, Brücke-Verlag Schmersow, Hildesheim ISBN 3871050199, Bd. 1 (1975), Bd. 2 (1977)
Lebenslauf: Nach dem Besuch der deutschen Schule der Sankt Josephsgemeinde in Pórto Alegre studierte Pabst Elektrotechnik. In den 1950er Jahren wurde er Geschäftsführer der brasilianischen Fluggesellschaft Varig in Rio de Janeiro. Darüber hinaus war er ein renommierter Botaniker, der sich mit der brasilianischen Orchideenflora beschäftigte. Er gründete 1958 das Herbarium Bradeanum, eine der größten Orchideensammlungen aus Santa Catarina und Rio Grande do Sul. 1969 gründete er das Orchideenjournal Bradea. 1975 und 1977 erschien sein zweibändiges Werk Orchidaceae Brasilienses, in dem alle damals bekannten Orchideenarten Brasiliens erstmals illustriert wurden.
Nach Guido Pabst wurde der brasilianische Langschwanz-Uferwipper (Cinclodes pabsti), ein Töpfervogel, und die Orchideengattung Pabstia benannt.
Pabst veröffentlichte über 150 Publikationen, in denen etwa 180 Orchideenarten erstmals beschrieben wurden.

 


 

 Charles Samuel Pollock PARISH

Geboren: Calcutta, Indien, 24. Januar 1822
Gestorben:
Rough Moor House, England, 8. Oktober 1897.
Nationalität:
Beruf: Theologe, Sammler, Botaniker
Pflanzen: Paphiopedilum parishii, Coelogyne parishii, Phalaenopsis parishii, Cymbidium parishii, Dendrobium parishii
Werke:  
Lebenslauf: Der in Kalkutta geborene Theologe studierte in England und wurde 1852 als Armeegeistlicher nach Moulmein in Burma versetzt. 25 Jahre sammelte er Farne und Orchi­deen, von denen er viele lebend nach England schickte. H. G. Reichenbach benannte mehrere Orchideen nach ihm, darunter Dendrobium parishii und Paphiopedilum pa­rishii. Sir Joseph Hooker ehrte seinen Namen mit der Gattung Parishia. Seine Zeichnungen befinden sich in Kew, seine Herbarien im Taunton Museum in Somer­set und in Wien.

 


 

José Antonio PAVON Y Jiménez

Geboren: 22. April 1754 Casatejada (Cáceres)

Bild gesucht
Angeblich gibt es kein Bild von Pavon, daher die Gedenktafel aus Casatejada.

Man achte auf das Todesdatum:

1940

Gestorben 1840, Madrid
Kürzel:
Ruiz & Pav., immer zusammen mit Hipolito RUIZ
Nationalität:
Beruf: Apotheker, Pharmakologe
Pflanzen: Zusammen mit Hipolito RUIZ beschrieb er über 500 Arten, darunter zahlreiche Orchideen.
Werke:
(Auswahl)

1794: Florae peruvianae et chilensis prodromus
1798: Systema vegetabilium florae peruvianae chilensis
1798-1802: Flora peruviana, et chilensis, sive descriptiones, et icones ...

Lebenslauf: PAVON studierte Chemie, Pharmazie und Botanik. Im Alter von 11 Jahren ging er mit seinem Onkel José Pavón nach Madrid und wurde zweiter Apotheker von König Carlos III. Während seines Pharmazie Studiums besuchte er zahlreiche Kurse im Botanischen Garten, wo er auf Hipolito RUIZ traf, einer der besten Schüler von Casimiro Gómez Ortega.
1777 wurde er zum zweiten Botaniker der wissenschaftlichen Expedition nach Peru und Chile, RUIZ leitete diese als erster Botaniker. Von da an während der gesamten Expedition (1778-1787) und auch darüber hinaus, bis zu RUIZ Tod 1816 arbeiteten beide eng zusammen, und sammelten auch Material zusammen.
Nachdem Tod von RUIZ versuchte PAVON, die Arbeiten an der Flora peruviana et chilensis weiter zu leiten, aber unter der neuen König, Fernando VII. von Spanien waren die Umstände sehr schwierig. Um Geld für die Fortsetzung der Arbeiten aufzutreiben, verkaufte er Duplikate von gesammelten Herbarbelegen an Aylmer Bourke LAMBERT, und später, nachdem er sich mit LAMBERT über die Zahlungen gestritten hat, an Philip Barker WEBB. Diese Belege sind heute zum größten Teil noch in England, U.S.A. und Italien vorhanden.
Über die Kontakte mit LAMBERT wurde er Mitglied der Linnean Society 1820. Bereits seit 1782 war er Mitglied der Medizinischen Akademie in Madrid und veröffentlichtee für Spanische Pharmacopeia. Die Bedeutung seiner Arbeit, insbesondere für den nationalen pharmazeutischen Code ist bis heute erhalten.
Später wurde der Verkauf von den Herbarbelegen an andere Länder als Landesverrat gewertet, und PAVON mit hohen Geldstrafen belegt. Zur Zeit sind keine Informationen zu finden, in wie weit diese Sanktionen sich auf PAVONs Leben auswirkten, viele Briefe und Informationen sind leider verschwunden.

 


 

Sir Joseph PAXTON

Geboren: 3. August 1803 in Milton Bryan

 

Gestorben 8. Juni 1865 auf Rockhill bei Sydenham
Kürzel:
Paxton
Nationalität:
Beruf: Botaniker, Autor, Architekt, Gesellschafter und Politiker
Pflanzen: LINDLEY beschrieb die Gattung Paxtonia 1838, da BLUME diese Gattung bereits 1825 als Spathoglottis beschrieben hatte, ist dieser Gattungsname aufgrund der Prioritätsregel gültig.
Werke:

1831–1836: Horticultural Register, and General Magazine of all useful and interesting Discoveries connected with Natural History and rural Subjects. Baldwin and Craddock, London
1834–1849: Magazine of Botany, and Register of Flowering Plants
1838: A practical Treatise on the Cultivation of the Dahlia (mit John Lindley)
1840: Pocket Botanical Dictionary, comprising the Names of all Plants known in Britain (mit John Lindley)
1841–1843, 1874–1986: Gardeners’ Chronicle
1850–1853: Paxton’s Flower Garden
1851: The Cottager’s Calendar of Garden Operations (mit John Lindley)
gemeinsam mit John Lindley:

Lebenslauf: Er war vielseitig begabt und betätigte sich als Gärtner, Dahlienzüchter, Schriftsteller, Investor, Teilhaber an Eisenbahnunternehmen und als Architekt.
Seine Gärtnerlehre führte ihn an die Gärten der Horticultural Society of Chiswick. 1824 war er Vorarbeiter des Arboretums von Chiswick. William Cavendish, der sechste Herzog von Devonshire, förderte ihn und machte ihn 1826 mit nur 23 Jahren zum Obergärtner von Chatsworth. Zwischen dem Herzog und Paxton entwickelte sich ein freundschaftliches Verhältnis;  1832 ernannte der Herzog ihn zum Verwalter seiner Länderei.  
Ab 1828 baute Paxton zunächst kleinere Gewächshäuser. Um 1831/32 entwickelte er für die Glaseindeckung das Prinzip von Grat und Rinne, dem Ridge-and-furrow-System, das zu historischer Bedeutung gelangte.  Das sogenannte "rigde and furrow" Dach, das auch den Namen Ackerfurchen- oder Paxtondach trägt, ist eine Entwicklung aus Paxtons Erfahrung mit dem Gewächshausbau. Es handelt sich um eine Faltdachvariante, bei der die Glasplatten auf Eisenbalken ruhen,  in denen sich Regenrinnen befinden, die zu den gusseisernen Säulen führen, die als Abflussrohre dienen.  
Die Neuanlage von Chatsworth gipfelte 1844  in dem  Entwurf eines großen Sees mit einer nahezu 100 Meter hohen Fontäne, den Emperor Fountain, mit 85 m einer der höchsten Brunnen Europas.
Für die Umgestaltung des Parks von Chatsworth ließ Paxton schon lange mit Expeditionen seltene Samen und Pflanzen aus Asien und Amerika herbeischaffen. Er war der erste, dem es in einem Wettstreit 1849 gelang, die schwimmende Riesenseerose zum Blühen zu bringen. Diese  Königin der Wasserpflanzen existierte im Sommer 1849 erst in 6 aus importierten Samen im königlich- botanischen Garten von Kew erzogenen Exemplaren. Drei Sämlinge wurden anfangs August verschenkt an die 3 grossen Gärten von Chatsworth, Syonhouse und Regents Park, und diese wetteiferten nun mit Kew um die Ehre, die erste Blüte der "Victoria regia" (zu Ehren der Monarchie benannt) in Europa zu erzielen. In diesem Wettstreit siegte Chatsworth -  eben Paxton.  
Die schwimmenden Blätter der Victoria amazonica erreichen bis zu zwei Metern im Durchmesser. Durch ein Netz von strahlenförmigen und konzentrischen Rippen ist das Schwimmblatt so stabil, dass es auch bei großem Gewicht weder verbiegt noch untergeht. Dieses System regte Paxton zu einer neuartigen Gewächshauskonstruktion für seine Victoria regia an (nach dem Vorbild der Verstärkungsleisten auf der Unterseite der Seerosen-Blätter)   Das Form- und Konstruktionsvorbild stammt also aus der Natur; eine gestalterische Analogiebildung, die heute als "Bionik" bezeichnet wird. 1850 meldete er seine Konstruktion zum Patent an (das er dann 1858 bekam).  
Die Gartenplanungen brachten es mit sich, dass Paxton bald auch Entwürfe von Wintergärten und Orangerien konzipierte. Durch seine Verbindungen zur englischen Eisenbahnindustrie kam er zum Projekt der Weltaustellung 1851 und baute dort den  Kristallpalast (Crystal Palace)  im Hyde Park in London auf.  Über 200 Architekten hatten ihre Entwürfe für den Bau zur Weltausstellung eingereicht, und keiner hatte vor der Königlichen Kommission Gnade gefunden. Paxtons Entwurf wurde verwirklicht.  563 Meter lang und 124 Meter breit war das Ausstellungsgebäude, vier Mal so groß wie der Petersdom – in zehn Tagen entworfen, in 17 Wochen gebaut.  Queen Victoria eröffnete die Weltausstelung.  „Die erste Shopping Mall der Welt“ hat der Historiker A.N.Wilson den Palast genannt. Zusammen mit Thomas Cook, Erfinder der Pauschalreise, hatte Paxton schon Ausflüge nach Chatsworth organisiert. Jetzt erfand er den „One-Shilling-Day“, der der Weltausstellung erst zum ganz großen Erfolg verhalf, weil sich nun auch die Massen das Vergnügen leisten konnte. Die Weltausstellung hatte sich nicht nur selbst getragen, sie hatte Gewinn gemacht. Damit wurde ein riesiges Areal in Kensington südlich vom Hyde Park gekauft, - dort entstanden die Institutionen, die die Mission der Weltausstellung, die Bildung des Volkes in Sachen Kultur, Technik und Wissenschaft fortführen sollten: die Royal Albert Hall, das Imperial College of Science and Technology, das Natural History Museum – und das gigantische Victoria and Albert Museum, ein eher plumpes Gebäude, in dem noch heute eine eigene Abteilung dem Crystal Palace gewidmet ist. Joseph Paxton hätte seinen Glaspalast am liebsten als immerwährenden Wintergarten stehen gelassen.  Aber es war versprochen, der Palast wurde abgetragen – und im Park von Sydenham  (Upper Norwood), südlich von London, wieder aufgebaut: noch größer, noch besser, ein privat betriebener Palast der Bildung und des Vergnügens, wieder von Queen Victoria eröffnet. (1936 durch ein Feuer  teilweise und nach einem deutschen Bombenangriff 1941 vollständig zerstört.)  
Ohne Architekt zu sein, wurde Paxton so zum berühmtesten Baumeister im ganzen Land, zum Liebling der Königin und schließlich, ab 1854 als Parlamentsabgeordneter im Parlament von Coventry, zum Politiker. Sein Kristallpalast wird als erstes Beispiel für die Verwendung industriell hergestellter Fertigteile  epochemachend.  In den fünfziger Jahren plante Paxton mehrere Landhäuser und Herrschaftssitze, vor allem für die Rothschilds in Frankreich.
Joseph Paxton wurde für seine Verdienste 1851 zum Ritter  geschlagen und  war ab 1854 bis zu seinem Tod Parlamentsmitglied im Parlament von Coventry. 

 


 

Richard PEARCE

Geboren: ca. 1835, Stoke, Devonport in Devon
leider kein Bild verfügbar
Gestorben 17. Juli 1867, Panama City, Gelbfieber
Kürzel:
 
Nationalität:
Beruf: Gärtner
Pflanzen: Phragmipedium pearcei, Masdevallia veitchiana u.v.m. (nicht Orchideen)
Werke:  
Lebenslauf: Über die Jugend und das genaue Geburtsdatum ist nichts bekannt. Die erste Anstellung bekam er bei Pontey's Gärtnerei in Plymouth, 1858 wechselte er zu James VEITCH in Mount Radford, Exeter.
Bereits 1859 sandte VEITCH ihn für 3 Jahre nach Südamerika, dort sollte er insbesonders Chile und Patagonien erkundigen. Das Hauptaugenmerk lag nicht auf Orchideen, sondern auf Bäumen und Sträuchern. 1860 reiste PEARCE über die chilenischen Anden nordwärts bis er 1862 Peru und Bolivien erreichte. Von dort führte sein Weg über Cuenca nach Guayaquil, hier schiffte er sich mit seiner Aufsammlung zur Rückkehr nach England ein.
Doch schon im Januar 1863 wurde er von James VEITCH zu einer weiteren 3-jährigen Expedition nach Südamerika geschickt. Diesmal sollte sein Hauptaugenmerk auf Zierpflanzen gerichtet sein. Von Ekuador ging es nun südwärts, über Peru und Bolivien bis nach Tucuman in Argentinien. Auf dieser Reise wurden zahlreiche Zierpflanzen gesammelt. 1865 kehrt er nach La Paz zurück und schickte eine große Aufsammlung zurück nach England. Er selbst blieb noch in Peru und entdeckte Masdevallia veitchiana, die  er mit nach England zurückbrachte.
Bekannt wurde PEARCE durch die Aufsammlung von Begonien, die heute noch in zahlreichen Varietäten und Hybriden im Handel sind.
Nach seiner Rückkehr wurde sein Vertrag mit VEITCH nicht verlängert, und er zog nach Plymouth zurück.
1867 wurde er in London durch BULL erneut mit einer Südamerikareise beauftragt, um Masdevallia veitchiana zu sammeln. Vermutlich wollte sich Bull das Wissen von PEARCE zunutze machen. In Panama sollte er Cypripedium planifolium finden, eine Art, von der bis heute nur ein getrockneter Herbarbeleg existiert. PEARCE wurde mehrfach von den Eingeborenen gewarnt, das von der vermuteten Stelle noch kein weißer Mann lebendig zurückgekehrt ist. Aber PEARCE konnte der Versuchung nicht widerstehen. Nach Tagen, Wochen oder Monaten wurde er von Indianern mehr tot als lebendig zurückgebracht, und er starb kurz darauf an Gelbfieber.

 


 

Ernst Hugo Heinrich PFITZER

Geboren: 26. März 1846 in Königsberg

 

 

Gestorben 3. Dezember 1906 in Heidelberg
Kürzel:
Pfitzer
Nationalität:
Beruf: Botaniker
Pflanzen: 1998 begrümdete Karlheinz SENGHAS die Orchideengattung Pfitzeria, die aber als Synonym zu der Gattung Comparettia (Poeppig & Endlicher) zu betrachten ist.
Werke:
(Auswahl)
1886: Morphologische Studien über die Orchideenblüthe
1887: Entwurf einer natürlichen Anordnung der Orchideen
1889: Die natürlichen Pflanzenfamilien (von Adolf Engler & Carl Prantl, Pfitzer bearbeitete die Orchideen)   
1895: Beiträge zur Systematik der Orchideen
Lebenslauf: Pfitzer stammte aus Königsberg in Ostpreußen. Er studierte bei Carl Gustav Sanio (1832–1891), Robert Caspary und Wilhelm Hofmeister. Im Jahre 1872 wurde er Professor der Botanik und Direktor des Botanischen Gartens an der Universität Heidelberg, wo eine große Orchideensammlung sein Interesse an dieser Familie erweckte. Er entwickelte ein neues, vegetative und Blütenmerkmale in Betracht ziehendes Orchideensystem, das er 188o im »Gardeners‘ Chronicle« erstmals in Umissen veröffentlichte. Dadurch verbesserte er die systematische Gliederung von John Lindley. Er benannte, so in seinem Werk Morphologische Studien über die Orchideenblüthe, zahlreiche Gattungen, darunter Paphiopedilum. Er ist einer der botanischen Korrespondenten von Charles Darwin.
1906 besuchte er letztmals England, um bei der Internationalen Konferenz über Züchtungsfragen (International Conference on Hybridization and Cross-Breeding), die für die Nomenklatur der gärtnerischen Züchtungen wegweisend wurde, zu sprechen. In seinem Beitrag "Hybridisation as a proof of natural affinity among orchids" sprach er erstmals die Notwendigkeit an, auch die Hybriden zwischen Gattungen zu benennen und morphologisch, sowie systematisch einzustufen.
Im Jahr 1880 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt, seit 1899 war er korrespondierendes Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften.

 


 

Charles PLUMIER

Geboren: 20. April 1646 in Marseille

 

 

Gestorben 20. November 1704 in Santa Maria bei Cádiz
Kürzel:
Plum.
Nationalität:
Beruf: Botaniker
Pflanzen: Joseph PITTON DE TOURNEFORT benannte ihm zu Ehren die Gattung Plumeria der Pflanzenfamilie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae). Carl VON LINNE übernahm später diesen Namen.
Werke:
(Auswahl)
1693: Description des plantes de l’Amérique
1701: L’Art de tourner. Lyon 1701.
1703: Nova plantarum Americanarum genera
1705: Traite de fougères de l’Amerique
Lebenslauf: Bereits mit 16 Jahren trat er in einen geistlichen Orden ein und studierte,  zunächst in Toulouse, vornehmlich Mathematik. Sein weiterer Weg führte ihn zu Studien nach Rom, in das Kloster Trinité du Mont, dort wurde er von dem Pater Phillip SERGEANT und dann von Franz v. ONUPHRIIS in die Botanik eingeführt. Seine weitere Ausbildung erhielt er anschließend von dem damals berühmten Botaniker Paolo BOCCOUE.
Nach seinen Studien in Rom in die Heimat zurückgekehrt, erhielt PLUMIER von seinen Vorgesetzten die Erlaubnis, die Flora der näheren und weiteren Umgebung seiner Heimat zu studieren. Dabei lernte er einen weiteren großen Botaniker seiner Zeit kennen. Der bekannte Botaniker Tournefort nahm den jungen PLUMIER mit auf seine Exkursionen in das Alpengebiet und in die Provence.
PLUMIER hatte schon früh den Plan, ein eigenes Werk zu schreiben, in dem alle damals bekannten Pflanzen Aufnahme finden sollten. Zu diesem Zweck sammelte er Texte und Zeichnungen über viele Jahre. Plötzlich bekam er aber eine ganz andere Aufgabe zugeteilt die ihm neue und größere Möglichkeiten eröffnete. Er sollte dadurch zum wichtigsten Forscher der Flora von Westindien werden.
Im Jahre 1689 erhielt der Intendant der Galeeren von Marseille den Auftrag, einen geeigneten Mann zu suchen, welcher auf den Antillen merkwürdige und bemerkenswert Gegenstände aus allen Naturreichen sammeln und nach Paris schicken sollte. Besonders war man an Heilpflanzen interessiert, vornehmlich an der Chinarinde (Chinin), die als fiebersenkendes Mittel gegen die Malaria angewendet wurde.
Die Wahl fiel auf den Arzt Josephe Donat SURIAN. Dieser erwählte sich PLUMIER zum Begleiter. Ausschlaggebend war das besonders ausgeprägte Talent von PLUMIER, Naturgegenstände ganz hervorragend zeichnerisch und malerisch wiederzugeben.
Als absoluter Vegetarier war er in einer außergewöhnlichen guten Verfassung, aber seine Reisen in die Tropen wurden doch etwas erschwert, weil der Proviant für eine lange Schiffsreise nur bedingt vegetarisch möglich war.
Die letzte Veranlassung zu diesen Forschungsreisen; es waren insgesamt drei; war wahrscheinlich der Erfolg eines Engländers, James SLOANE, der die Insel Jamaika wissenschaftlich erforscht hatte und dabei die Botaniker mit vielen fremden Gebilden überraschte. Von den auf Jamaika gesammelten Farnen schickte SLOANE dem französischen Botaniker TOURNEFORT einige Exemplare, der daraufhin seine Beziehungen zum Königshof nutzte, um ein ähnliches Unternehmen zu starten.
1689 reisten SURIAN und PLUMIER aus Marseille ab. Martinique und dann Haiti waren die ersten Stops. Bei der Forschungsarbeit hatte man eine Arbeitsteilung vereinbart. SURIAN untersuchte die gefundenen Pflanzen auf ihre medizinische Besonderheiten und präparierte das Pflanzenmaterial. PLUMIER erstellte wahrhaft künstlerische Zeichnungen von Tieren und Pflanzen. Doch bei der Rückkehr waren beide zerstritten, und ihre Wege trennten sich. Surian verstarb 1691.
Charles PLUMIER wurde in Anerkennung seiner erfolgreichen Arbeit zum "Botaniste du roi" (königlicher Botaniker) ernannt. Bald darauf wurde Plumier nochmals nach Westindien geschickt, diese Reise dauerte etwa ein halbes Jahr. Er verweilte hauptsächlich auf dem westlichen Teil der Insel Santo Domingo, damals als eine ertragreiche Kaffeeregion bekannt. Die einigermaßen geordneten Zustände auf der Insel gingen später durch Sklavenaufstände verloren. PLUMIER konnte sich zu seiner Zeit aber noch frei und uneingeschränkt bewegen, und von dieser Möglichkeit hat er reichlich Gebrauch gemacht.
Von seinen Forschungsreisen brachte er nicht weniger als 924 neue Pflanzenarten nach Europa. Davon über 100 neue, von ihm geschaffene Gattungen, deren Namen er entweder von Eingeborenenbezeichnungen oder von den Eigennamen bedeutender Männer herleitete. Bei den letzteren hat er immer eine kurze Biographie hinzugefügt.
Zur Erinnerung an den Hafenkommandanten von Marseille, M. BEGON, nannte er eine neue Pflanzengattung "Begonia".
Auf dem Vorgebirge von Santo Domingo entdeckte Charles PLUMIER 1695 auf seiner dritten Forschungsreise eine neue Pflanze, die er in seinem 1703 erschienenen Werk Nova plantarum Americanarum genera" genau beschrieb. Er nannte sie zu Ehren des deutschen Botanikers und Mediziners Leonhart FUCHS, "Fuchsia triphylla flore coccinea". PLUMIER hatte eine ganz besondere Vorliebe für die Farne, und ein erheblicher Teil seiner Arbeiten wurde über diese Pflanzengruppe veröffentlicht. Er gilt auch heute noch als einer der wichtigsten Autoren der Farnpflanzen.
Die Aufzählung der Pflanzen und seine, mit Kunstfertigkeit ausgeführten farbigen Zeichnungen, beinahe 1700 Stück und 22 handgeschriebene Bände mit Darstellungen von Vögeln, Fischen, Reptilien, Krabben und Muscheln, dürften noch heute in der Nationalbibliothek von Paris vorhanden sein. Diese bunten Farbtafeln sind der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Zwar wurde der Versuch unternommen, diese Farbtafeln abzuzeichnen, aber das Ergebnis war sehr kläglich und reichte bei weitem nicht an die Originale heran. Teilweise waren die Kopien so schlecht, daß es bei späteren Vergleichen zu Verwechslungen und Vermischung von nicht zusammengehörenden Dingen gekommen ist.
Der schwedische Arzt und Botaniker Carl VON LINNE, Begründer der binären Nomenklatur  übernahm 1753 in seinem Werk 'Species plantarum' einen großen Teil der Texte von Charles Plumier. Es ist unverständlich, dass der Plumier zustehende Stellenwert, als bedeutender Naturforscher, von Linné kaum erwähnt wurde.

 


 

Eduard Friedrich PÖPPIG

Geboren: 16. Juli 1798 in Plauen, Sachsen

 

Gestorben 4. September 1868, in Wahren bei Leipzig
Kürzel:
Poepp.
Nationalität:
Beruf: Botaniker, Zoologe
Pflanzen: Die Pflanzengattung Poeppigia ist nach ihm benannt, so sind Taxa mit den spezifischen Epitheta poeppigii und poeppigiana in folgenden Beispielen zu finden: der silberne Wollaffe (Lagothrix poeppigii), die Kröte Rhinella poeppigii, die Orchidee Campylocentrum poeppigii (Rchb. f.) Rolfe und die angiosperm Spezies Guatteria poeppigiana Mart..
Werke:
(Auswahl)
1833: "Fragmentum synopseos plantarum phanerogamarum"
1835: "
Selbstanzeige der Reisebeschreibung in Blätter für literarische Unterhaltung
1834-1836: "
Reise in Chile, Peru und auf dem Amazonenstrome während der Jahre 1827 bis 1832, 2 Bände
1835-1845:
"Nova genera ac species plantarum, quas in regno Chilensi Peruviano et in terra Amazonica: annis MDCCCXXVII ad MDCCCXXXII", 3 Bände (mit Stephan Ladislaus Endlicher)
1837: "Reisen in die Vereinigten Staaten"
1838: "Ü
ber alte und neue Handelsrouten nach der Westküste von Amerika"
1839: "
Landschaftliche Ansichten und erlauternde Darstellungen
Lebenslauf: Er studierte Medizin und Naturgeschichte an der Universität Leipzig, wo er mit einem medizinischen Grad abschloss. Zum Abschluss sandte ihn der Rektor der Universität auf eine botanische Mission nach Nord- und Südamerika. Finanzielle Unterstützung erhielt er von einer kleinen Gruppe von Freunden und Wissenschaftler aus Leipzig, unter anderem der  Botaniker Christian Friedrich Schwägrichen der dafür im Austausch gesammelte Proben erhielt. Von 1823-1824 arbeitete er in Kuba und von 1824-1826 in Pensylvania. Im Jahr 1826 zog er nach Valparaiso, Chile, und verbrachte einige Jahre mit der wissenschaftliche Erforschung von Chile, Peru und Brasilien. Als Ergebnis seiner Südamerikareise veröffentlichte er "Reise in Chile, Peru, und auf dem Amazonas-Fluss in den Jahren 1827-1832.
Im Herbst 1832 kehrte er nach Deutschland mit bedeutenden zoologischen und botanischen Sammlungen zurück. Mehrere hundert ausgestopfte Tiere, eine Sammlung von ethnographischen Gegenständen und mehr als 17.000 getrockneten Pflanzen waren darin enthalten. Im folgenden Jahr wurde er Dozent an der Universität Leipzig, im Jahre 1834 wurde er zum Direktor des zoologischen Museum ernannt. Im Jahr 1846 bekam er eine ordentliche Professur in Leipzig, eine Position, die er bis zu seinem Tod im Jahre 1868 inne hatte. Er hat maßgeblich zu der Einrichtung des wissenschaftlichen Museums in Leipzig beigetragen und ihm einige seiner Sammlungen vermachte, der Rest wurde nach Berlin und Wien geschickt.

 


 

Carl Anton Eugen PRANTL

Geboren: 10. September 1849 in München
Gestorben 24. Februar 1893 in Breslau
Kürzel:
Prantl
Nationalität:
Beruf: Botaniker und Forstwissenschaftler
Pflanzen:  
Werke: 1887: Lehrbuch der Botanik (Textbook of Botany), 7 Eds., Leipzig 1887.
1875 & 1881:   Untersuchungen zur Morphologie der Gefäßkryptogamen, Leipzig , 2 fascicles.
1884: Exkursionsflora für das Königreich Bayern, Stuttgart, 1884.
1887-1915.: Karl Prantl and Adolf Engler (Hrsg.): Die natürlichen Pflanzenfamilien
Lebenslauf: PRANTL studierte in München. 1870 promovierte er mit der Dissertation "Das Inulin - Ein Beitrag zur Pflanzenphysiologie". Danach arbeitete er bei Carl Wilhelm VON NÄGELI und Julius SACHS. 1873 wurde er an der Universität Würzburg habilitiert. 1880 wurde er zum Mitglied der 'Leopoldina' gewählt. 1877 wurde er Professor an der Forstlehranstalt Aschaffenburg, 1889 an der Universität Breslau, wo er auch Direktor des botanischen Gartens wurde. PRANTL arbeitete besonders über Kryptogamen. Wichtig für die Orchideen war seine Arbeit in der Systematik der Pflanzen.