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Herbert George ALEXANDER
Gärtner, Züchter
 
* ca. 1875 – in Bath, Somerset, England
† 1972

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Von 1899 - 1926 war Herbert George ALEXANDER für die Orchideensammlung von George Peter HOLFORD verantwortlich. HOLFORD war von Beruf Erbe und englischer Großgrundbesitzer. In Westonbirt, dem Stammsitz der Familie, hatte sein Vater einen Park und ein Arboretum gestaltet, welches von G. P. HOLFORD übernommen und ausgebaut wurde.

Die Orchideenabteilung wurde in die Hände von H.G. ALEXANDER gelegt, der bis dahin in Blenheim Palace gearbeitet hat (Bleinheim Palace war Kulisse für Harry Potter und James Bond Filme). Dieses war ein echter Glücksgriff für die Orchideenkultur bis heute. ALEXANDER war nicht nur ein ausgezeichneter Kultivateur, sondern auch ein besonders erfolgreicher Züchter.

So führte er die Farnwurzeln von Osmunda regalis für die Orchideenkultur ein, ein Trend, der bis zum Siegeszug der Pinienrinde bis nach dem 2 Weltkrieg der Standard zum Topfen von Orchideen war.

Nach dem Tod von G. P. HOLFORD führte ALEXANDER die Gärtnerei in Eigenregie als H.G. ALEXANDER Inc. weiter. Bereits zu Zeiten Holfords hatte er durch erfolgreiche Züchtungen insbesondere bei den Cymbidium einen Namen gemacht und damit auch die Grundlagen für die heutigen Hybriden gelegt.

Aber auch bei Frauenschuhen und Cattleya war er über alle Maßen erfolgreich: Paph. Hellas 'Westonbirt' und Slc. Falcon 'Alexanderi' gehören heute noch zu den Klassikern und finden sich in vielen Sammlungen. Instinktiv, und ohne Genanalyse erkannte ALEXANDER das Zuchtpotential der Pflanzen. Es waren nicht immer die schönsten Eltern, die die attraktivsten Kinder hervorbrachten. Lc. Lustre, die bis heute die Grundlage für großblütige, rosa Cattleya ist, war, wie die anderen berühmten Zuchtpflanzen von ALEXANDER, tetraploid. Es ist bemerkenswert, das er dies nur durch bloße Beobachtung der Jungpflanzen erkannte.

Seine Gärtnerei war weltweit erfolgreich, ein Großteil der Pflanzen wurde in die USA exportiert. Das Leben seiner Angestellten war für die damalige Zeit normal, heutzutage kaum vorstellbar. Einlass zur Arbeit war 4 Minuten vor 7.00Uhr, wer nach 7.04Uhr kam, brauchte den Tag nicht mehr arbeiten und wurde auch nicht bezahlt. Der Arbeitstag war immer 12 Stunden lang.

ALEXANDERs große Hoffnung, das einer seiner beiden Söhne die Gärtnerei weiterführen würden, wurde nicht erfüllt. Beide Söhne starben im 2. Weltkrieg. So wurde die Gärtnerei 1954, nach 27 Jahren Arbeit für Holford und 27 Jahren in eigener Regie geschlossen. In der Sanders List werden ALEXANDERS Hybriden der 1. Hälfte mit H (für Holford) als Züchter geführt, in der 2. Hälften ist es dann ein A (für Alexander).

Wenn man heute noch eine Orchideen mit dem Klonnamen Alexander(i) oder Westonbirt bekommt, dann ist es nicht nur eine Pflanze, sondern über 100 Jahre Orchideengeschichte verbunden mit den Namen eines der erfolgreichsten Züchter.

   
George Peter HOLFORD  Robert Staynor HOLFORD    
 
 
Die Gewächshäuser  Der italienische Garten  Westonbirt  Pergola
Teichlandschaft Arbeiter (ca. 1905)    
Cymbidium alexanderi Paph. Hellas 'Westonbirt' Slc. Falcon 'Alexanderi' Coel. mooreana 'Westonbirt'